Wörterbuch für geschlechtsneutrale Sprache

Inklusive und geschlechtsneutrale Sprache heißt nicht nur die Pronomen einer Person zu respektieren. Auch die Beschreibung des Jobs, der Position, der Beziehung etc. kann in einer Weise genutzt werden, die nicht gleich auf das Geschlecht schließen lässt. Nicht alle Feuerwehrleute sind „Feuerwehrmänner“. Nicht jede*r Ehepartner*in ist eine „Ehefrau“ oder ein „Ehemann“.

Wenn du dich auf eine Person beziehst, deren Geschlecht du nicht kennst, auf eine Gruppe gemischten Geschlechts und vor allem wenn es eine nicht-binäre Person ist, die dies bevorzugt, nutze die neutrale Form.

Im Folgenden sind verschiedene Vorschläge für die Bildung und Deklination von geschlechtsneutralen Substantiven und Artikeln aufgeführt. Du kannst dazu beitragen und deine Vorschläge hinzufügen.

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Deklinationsmuster

Die Folgenden sind vorschläge für ein Deklinationsmuster für verschiedene Formen von geschlechtsneutralen Substantiven.

  • Y-Formen

    Singular
    • N (wer?) das Arbeity
    • G (wessen?) des Arbeitys
    • D (wem?) dem Arbeity
    • A (wen?) das Arbeity
    Plural
    • N (wer?) die Arbeitys
    • G (wessen?) der Arbeitys
    • D (wem?) den Arbeitys
    • A (wen?) die Arbeitys
    Singular
    • N (wer?) mein bestes Lehry
    • G (wessen?) meines besten Lehrys
    • D (wem?) meinem besten Lehry
    • A (wen?) mein bestes Lehry
    Plural
    • N (wer?) meine besten Lehrys
    • G (wessen?) meiner besten Lehrys
    • D (wem?) meinen besten Lehrys
    • A (wen?) meine besten Lehrys
  • Inklusivum

    Singular
    • N (wer?) de Arbeitere
    • G (wessen?) dern Arbeiteres
    • D (wem?) dern Arbeitere
    • A (wen?) de Arbeitere
    Plural
    • N (wer?) die Arbeiterne
    • G (wessen?) der Arbeiterne
    • D (wem?) den Arbeiternen
    • A (wen?) die Arbeiterne
    Singular
    • N (wer?) mein beste Lehrere
    • G (wessen?) meinern besten Lehreres
    • D (wem?) meinern besten Lehrere
    • A (wen?) mein beste Lehrere
    Plural
    • N (wer?) meine besten Lehrerne
    • G (wessen?) meiner besten Lehrerne
    • D (wem?) meinen besten Lehrernen
    • A (wen?) meine besten Lehrerne
  • Ojum

    Formen vorgestellt von Frumble.

    Siehe auch:
    Neopronomen „oj/ojm“.

    Die Idee ist, die theoretisch unspezifischen Formen auf -t, -ent, -ant und -or im Singular nicht durchzugendern: Wird das Ojum bei -er statt des generischen Maskulinums der Standard, verändert sich mittelfristig voraussichtlich die Spracherwartung und ein inklusiver Artikel davor reicht, um diese Formen als genderneutral zu markieren und die gewohnten Kurzformen erhalten zu können. Trotzdem ist kurzfristig auch immer explizite Singular-Genderung mit -u freigestellt.
    Singular
    • N (wer?) dej Arbeitu
    • G (wessen?) dejs Arbeitus
    • D (wem?) dojm Arbeitu
    • A (wen?) dojn Arbeitu
    Plural
    • N (wer?) die Arbeitoj
    • G (wessen?) der Arbeitoj
    • D (wem?) den Arbeitojn
    • A (wen?) die Arbeitoj
    Singular
    • N (wer?) meinu bestu Lehru
    • G (wessen?) meinus besten Lehrus
    • D (wem?) meinum besten Lehru
    • A (wen?) meinun bestu Lehru
    Plural
    • N (wer?) meine besten Lehroj
    • G (wessen?) meiner besten Lehroj
    • D (wem?) meinen besten Lehrojn
    • A (wen?) meine besten Lehrojn
  • Person-Formen

    Singular
    • N (wer?) die Arbeitsperson
    • G (wessen?) der Arbeitsperson
    • D (wem?) der Arbeitsperson
    • A (wen?) die Arbeitsperson
    Plural
    • N (wer?) die Arbeitspersonen
    • G (wessen?) der Arbeitspersonen
    • D (wem?) den Arbeitspersonenn
    • A (wen?) die Arbeitspersonen
    Singular
    • N (wer?) meine beste Lehrperson
    • G (wessen?) meiner besten Lehrperson
    • D (wem?) meiner besten Lehrperson
    • A (wen?) meine beste Lehrperson
    Plural
    • N (wer?) meine besten Lehrpersonen
    • G (wessen?) meiner besten Lehrpersonen
    • D (wem?) meinen besten Lehrpersonenn
    • A (wen?) meine besten Lehrpersonen
  • Doppelpunkt-Formen

    Singular
    • N (wer?) der:die Arbeiter:in
    • G (wessen?) des:der Arbeiters:in
    • D (wem?) dem:der Arbeiter:in
    • A (wen?) den:die Arbeiter:in
    Plural
    • N (wer?) die Arbeiter:innen
    • G (wessen?) der Arbeiter:innen
    • D (wem?) den Arbeiter:innen
    • A (wen?) die Arbeiter:innen
    Singular
    • N (wer?) mein:e beste:r Lehrer:in
    • G (wessen?) meines:r besten Lehrer:in
    • D (wem?) meinem:r besten Lehrer:in
    • A (wen?) meine:n beste:n Lehrer:in
    Plural
    • N (wer?) meine besten Lehrer:innen
    • G (wessen?) meiner besten Lehrer:innen
    • D (wem?) meinen besten Lehrer:innen
    • A (wen?) meine besten Lehrer:innen
  • Unterstrich-Formen

    Singular
    • N (wer?) der_die Arbeiter_in
    • G (wessen?) des_der Arbeiters_in
    • D (wem?) dem_der Arbeiter_in
    • A (wen?) den_die Arbeiter_in
    Plural
    • N (wer?) die Arbeiter_innen
    • G (wessen?) der Arbeiter_innen
    • D (wem?) den Arbeiter_innen
    • A (wen?) die Arbeiter_innen
    Singular
    • N (wer?) mein_e beste_r Lehrer_in
    • G (wessen?) meines_r besten Lehrer_in
    • D (wem?) meinem_r besten Lehrer_in
    • A (wen?) meine_n beste_n Lehrer_in
    Plural
    • N (wer?) meine besten Lehrer_innen
    • G (wessen?) meiner besten Lehrer_innen
    • D (wem?) meinen besten Lehrer_innen
    • A (wen?) meine besten Lehrer_innen
  • Sternchen-Formen

    Singular
    • N (wer?) der*die Arbeiter*in
    • G (wessen?) des*der Arbeiters*in
    • D (wem?) dem*der Arbeiter*in
    • A (wen?) den*die Arbeiter*in
    Plural
    • N (wer?) die Arbeiter*innen
    • G (wessen?) der Arbeiter*innen
    • D (wem?) den Arbeiter*innen
    • A (wen?) die Arbeiter*innen
    Singular
    • N (wer?) mein*e beste*r Lehrer*in
    • G (wessen?) meines*r besten Lehrer*in
    • D (wem?) meinem*r besten Lehrer*in
    • A (wen?) meine*n beste*n Lehrer*in
    Plural
    • N (wer?) meine besten Lehrer*innen
    • G (wessen?) meiner besten Lehrer*innen
    • D (wem?) meinen besten Lehrer*innen
    • A (wen?) meine besten Lehrer*innen
  • Großbuchstabe-Formen

    Formen wie z.B. „ArbeiterIn“ oder „LehrerInnen“. Das Binnen-I bezieht sich nur auf die männliche und die weibliche Form der Wörter und schließt damit (wie das generische Maskulinium) immer noch sehr viele Menschen aus der Sprache aus. Deshalb ist diese Variante genauso wenig zu empfehlen wie das generische Maskulinum oder Femininum.